Information über pränatal-diagnostische Möglichkeiten zur Untersuchung ihres Kindes

  1. Schwangerschaftsfeststellungs-Ultraschall

  • Bestimmung der Schwangerschaftsdauer
  • Bestimmung des Geburtstermines
  • Feststellung, ob eine Einlings- oder Merhlingsschwangerschaft vorliegt
  • Ausschluss einer Eileiterschwangerschaft
  1. Nackenfalte-Messung (12.-14. Schwangerschaftswoche)

Dient der frühen Erkennung von Morbus Down (=Mongolismus= Trisomie 21) sowie anderer Trisomien und Chromosomenstörungen. Die Regelung bisher war, dass ab dem Alter der Mutter von 35 Jahren mit einer genetischen Untersuchung (Fruchtwasserpunktion) nach Morbus Down und ähnlichen Erkrankungen gesucht wurde.

  • Damit werden aber nur 30% aller mongoloiden Kinder gefunden.
  • Mit der Nackenfaltemessung werden 75% gefunden,
  • mit dem “combined-test” werden 90% gefunden.
  • Mit zusätzlichen Untersuchungen wie Triple-Test, Nasenbeindarstellung, u.a. kann eine Entdeckungsrate von 95% erreicht werden.
  • NIPD – nicht invasive Pränataldidagnostik:
  • Blutabnahme – im Blut der Mutter wird freies Erbmaterial des Kindes gesucht und auf Morbus Down untersucht. Ab der 10.SSW möglich.
  1. combined-test (12.-14. Schwangerschaftswoche)

Risikobestimmung durch Ultraschall (Nackenfalte+Kindeslänge) und Blutabnahme (2 Hormone werden bestimmt) und Gewicht der Mutter sowie Alter und Schwangerschaftswoche.

  1. Chorionzottenbiopsie (genetische Untersuchung in 12.-16. SSW)

Wenn die Nackenfaltenmessung oder der „combined-test“ ein hohes Risiko anzeigen, wird als nächster Schritt zur Abklärung die Chorionzottenbiopsie zur genetischen Untersuchung vorgeschlagen.

Dabei werden Zellen von den Eihäuten bzw. Mutterkuchen gewonnen, in denen das kindliche Erbmaterial untersucht werden kann.

  1. Amniozentese – Fruchtwasserpunktion (16. SSW)

Bei hohem Risiko bei der Nackenfaltenmessung oder im „combined-test“            wird diese          zur genetischen Untersuchung vorgeschlagen. Dabei wird ca.    20ml Fruchtwasser abpunktiert. In diesem schwimmen kindliche Zellen         wo das Erbmaterial untersucht werden kann.

  1. Ultraschall-Organ-Screening (20.-24.SSW)

Besonders genaue Ultraschalluntersuchung, wobei alle Organsysteme auf Auffälligkeiten untersucht werden.

  1. Fetale Echocardiografie

Ultraschalluntersuchung des kindlichen Herzens um die 20.SSW und in der 30.-32.SSW zur Erkennung von Herzfehlern.

  1. Ultraschall zur frühen Wachstumskontrolle

Suche nach vermindertem Wachstum des Kindes bzw. nach verminderter Durchblutung und Versorgung des Mutterkuchens.

  1. Doppler-Ultraschall

Nach Christian Doppler, dem Entdecker des „Doppler-Effektes“ benannt; wird zur Bestimmung von Blutflussgeschwindigkeiten verwendet und dient in der Schwangerschaft zur Beurteilung der Durchblutung der Plazenta und damit der Versorgung des Kindes.

  1. Ultraschall zur späten Wachstumskontrolle in der 30.-34.SSW:
  2. CTG und Doppler-Ultraschall in der 36.SSW bis zur Geburt:

Zur Durchblutungs- und Versorgungskontrolle des Kindes.