+ Botenstoffe: bilden ein horizontales und vertikales Informationssystem

+ steuern verschiedenste Vorgänge im Körper

+ werden in endokrinen Drüsen gebildet

Endokrinologie ist die Lehre von diesen Drüsen und ihrer Hormone

+ diese Hormone zirkulieren im Blut zu den Organen

+ wirken aber nur dort, wo sie durch Rezeptoren (=Empfänger) gebunden werden

+ viele dieser Organe geben dann eine Rückmeldung an diese Drüse = Regelkreis wie in einem Thermostat

+ Hormone wirken langsamer als Nerven – sind mit diesen aber eng verbunden

+ die Hormone werden danach abgebaut, wobei manchmal noch weitere Wirkstoffe entstehen

 

Die Dosis mach das Gift”

 

Hormone sind grundsätzlich nicht schädlich, sondern vielmehr für das Leben notwendig.

Krank mach das “Zuviel” oder das “Zuwenig”

Der erforderliche Mittelwert wird durch Regelkreise erreicht.

 

“Die Menschen sind verschieden”

 

Im Hormonsystem ist die Individualität besonders ausgeprägt.

Wenn sich im Blut verschiedener Menschen derselbe Mittelwert einstellt, muss das noch lange nicht die selbe Wirkung bedeuten.

 

Diese Wirkung hängt weiters ab von:

+ Rezeptor-Dichte: hohe Rezeptor-Dichte im Gewebe = starke Wirkung

geringe Rezeptor-Dichte = schwache Wirkung

+ Enzymvarianten: Mutationen, Polymorphismen der Abbau eines Hormons hängt stark vom Tempo des Abbaus ab –

schneller Abbau bedeutet kürzere oder geringere Wirkung

+ Gegenspielerhormone: diese wirken einem Hormon entgegen u. schwächen diese Wirkung ab oder bewirken einen Ausgleich.

+ Bindung an ein Transport-Eiweiß: viele Hormone werden für den Transport von der Drüse zum Erfolgsorgan an ein Eiweiß gebunden,

aktiv wird dieses Hormon erst, wenn es von dieser Bindung frei wird.

+ Zyklen: bestimmen Wirkungsdauer, -Stärke u.-Zeitpunkt

von wenigen Minuten

von Tageszeiten

von Monatszyklen

von Jahreszeiten

 

Diese Komplexität der Hormon-Aktivitäten im Körper macht deutlich, wie schwierig eine Hormongabe, eine Hormon-Therapie, eine Hormon-Wirkung einzuschätzen ist.

Das erklärt auch, warum viele Menschen Angst davor haben. Mit den geeigneten Befunden (Blut, Harn, Ultraschall, Körpertemperatur, körperliche und seelische Zeichen) und den Angaben der Patienten (Selbstbeobachtung, Symptom-Tagebücher, Temperaturmessung, Sekretbeobachtung) kann trotzdem in den meisten Fällen eine genaue Diagnose und eine hilfreiche Therapie ermöglicht werden.

von Lebensaltern

 

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